Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen während der Behandlung mit Testosteron sind Akne und Schmerzen an der Injektionsstelle. Im Erwachsenenalter trägt es zur Spermienproduktion, zur Aufrechterhaltung der Libido und zur allgemeinen körperlichen und psychischen Gesundheit bei. Testosteron wirkt durch Bindung an Androgenrezeptoren in Zielzellen, was zur Transkription spezifischer Gene führt und eine Vielzahl von physiologischen Effekten hervorruft.
Auch generell kommt dies bei einer hormonellen Substitutionstherapie häufiger vor. Aufgrund seiner physiologischen Effekte wird Testosteron auch zur Pharmakotherapie bei Transmännern eingesetzt (off Label). Eine alleinige Gabe von Testosteron von außen, wie beispielsweise durch Gele oder Injektionen, führt häufig zu einer Verschlechterung der Spermatogenese. Eine hormonelle Substitutionstherapie ist jedoch nicht bei jedem Patienten indiziert. Denn in wissenschaftlichen Studien konnte festgestellt werden, dass bestimmte Männer mit depressiven Symptomen nicht von einer hormonellen Substitutionstherapie mit Testosteron profitieren. Interessanterweise führt eine längerfristige Substitution von Testosteron bei Patienten mit Diabetes Mellitus Typ 2 häufig dazu, dass ihr Bauchumfang geringer wird und sie Körperfett verlieren.
Eine Hormonersatztherapie ist nur dann sinnvoll, wenn erniedrigte Testosteronspiegel vorliegen und andere Ursachen für diesen Mangel sowie mögliche Gegenanzeigen (z. B. Prostatakarzinom) ausgeschlossen werden können. Neben natürlichen Methoden, Ihren Testosteronspiegel zu erhöhen kommt bei einem gravierenden Testosteronmangel auch eine Testosteronersatztherapie in Frage. Bei professioneller Begleitung und guter Einstellung gilt die Testosteronersatztherapie jedoch als äußert sicher und kann das Wohlbefinden der Betroffenen ganzheitlich verbessern. Ganz ohne Nebenwirkungen kommt die Testosteronersatztherapie nicht aus.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) führte daraufhin ein Risikobewertungsverfahren durch, in dem sie allerdings keinerhöhtes kardiovaskuläres (Herz-Kreislauf) Risiko feststellte. So zeigten zum Beispiel zwei sogenannte Beobachtungsstudien, dass Männer infolge einer Testosterontherapie ein erhöhtes Herzinfarkt- und Apoplex-Risiko (Schlaganfall) hatten. In den letzten Jahren sind mehrere Studien erschienen, die Männer, die eine Testosterontherapie gemacht haben, verunsicherten. Achten Sie bei der Wahl Ihres Facharztes darauf, dass dieser mit der Gabe von Testosteron-Undecanoat vertraut ist, denn die Injektionsintervalle müssen individuell errechnet werden.
Zitzmann M. Testosterontherapie im Alter bei Hypogonadismus und Komorbiditäten. Allerdings müssen vor Beginn einer Testosterontherapie Kontraindikationen ausgeschlossen werden.1 Jede Hypogonadismus-Art kann mit einer Testosterontherapie behandelt werden. Zum Teil wird dieser immer noch als Altershypogonadismus (late-onset-hypogonadism) bezeichnet. Weitaus häufiger liegt bei Männern jedoch ein sogenannter funktioneller Hypogonadismus vor.
Zwischen 1950 und 1980 zeigten dann einige wissenschaftliche Fallberichte, dass eine Testosterontherapie bei Männern mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom einen therapeutischen Benefit hat (Mohamed OS et al.). Da die roten Blutkörperchen für den Sauerstofftransport im Körper zuständig sind, erhöht sich die Sauerstoffkapazität. Es gibt Hinweise, wonach im Alter die Sensitivität des Gehirns im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen zunimmt. Sexualhormonen werden Einflüsse auf kognitive Fähigkeiten zugeschrieben.
Die Symptome BPS (benignes Prostatasyndrom), aber auch LUTS (Lower Urinary Tract Symptoms) und Schlafapnoen (Atemaussetzer, häufig verbunden mit heftigem Schnarchen) nicht mehr als Kontraindikation aufgeführt. sonnenreiter kann die avisierte Veränderung des Lebensstils vergleichsweise leicht sein. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass eine hormonelle Substitutionstherapie bei Testosteronmangel und entsprechenden Symptomen positive Effekte auf die Sexualfunktion hat. Dieses hormonelle Wechselbad führt zu unerwünschten Wirkungsschwankungen und entspricht nicht dem natürlichen physiologischen Tagesrhythmus.